Newssplitter: wiki.com Verkaufsdeal geplatzt...

04.02.2007
Newssplitter: wiki.com Verkaufsdeal geplatzt +++ Weiter Streit um GMail +++ Wiki Service für Jedermann nun doch nicht unter wiki.com +++ Google streitet weiter auf deutscher und europäischer Ebene um die Marke "GMail".
1. Wiki.com - Verkaufsdeal geplatzt
2,8 Millionen Dollar hätte der Verkauf in die Kassen des bisherigen Eigentümers spülen können und der Domainhandel hätte eine Erfolgsstory mehr gehabt, aber soweit kam es nicht. Wie nicit.de bereits früher berichtet hatte, plante der Unternehmer John Gotts ein Wikiservice für Jedermann. Unternehmen hätten interne Wikis für ihre Mitarbeiter erstellen können, Kommunen hätten ein mit Insiderinfos ausgestattetes Stadtwiki starten können. Aber vor allem hätte wirklich jeder ein Wiki zu einem Thema starten können. Dass John Gotts selbst nicht an sein Geschäftsmodell geglaubt hat, kann man vielleicht schon daran sehen, dass er die Domain zunächst für ein halbes Jahr gemietet hat. Dafür zahlte er 10.000 Dollar im Monat, im Vergleich zum Verkaufspreis ein Schnäppchen. Darüber hinaus hatte er die Option für den Kauf nicht tätigen zu müssen, wenn das Geschäftsmodell nicht tragfähig ist. Ende Janaur kam nun die Erkenntnis, dass mit dem Wikiservice kei Geld zu verdienen ist. Immerhin wurden bisher über 10.000 Wikis angemeldet, aber die Vermarktung der Wikis gestaltete sich schwierig. Deshalb zog John Gotts seine Option die Domain nicht zu kaufen und transferierte die Wikis auf die neue Domain wik.is.

2. Weiter Streit um GMail "GMail - und die Post geht richtig ab"
so lautet die Marke des Unternehmers und tatsächlich geht die Post schon seit längerem ab zwischen dem Unternehmen und Google. Bisher erwirkte der Unternehmer eine einstweilige Verfügung gegen Google und gewann den anschliessenden Prozess der Hauptsache vor dem Landgericht Hamburg. Allerdings legte Google gegen die Entscheidung Berufung ein, so dass der Prozess nun vor dem hanseatischen Oberlandesgericht fortgeführt wird. Aber auch auf europäischer Ebene wird um die Marke gestritten. Google versuchte vor dem europäischen Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt die Marke "GMail" anzumelden. Dagegen legte Giersch Widerpsruch ein. Diesem wurde jetzt wegen Verwechslungs- gefahr stattgegeben. Ein weiterer Punktsieg für Giersch. In der Schweiz und auch in Österreich wird um die "GMail" gestritten. Es ist sicher klar, dass Google hier so leicht nicht aufgeben wird. Aber es ist auch nicht ganz ersichtlich, warum bei der Erschaffung eines neuen Service nicht ganz genau die rechtliche Lage überprüft worden ist. Man hätte sich viel Ärger, Zeit und Geld sparen können.
Boris Burow, Mag. Jur.
BB


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